Therapie bei Bindungsangst, Verlustangst und Trennungsbewältigung

Eine Therapie kann oft auch bei traumatischen Erfahrungen in der Kindheit oder in vorangegangen Beziehungen ansetzen, welche in vielen Fällen auch Verlustängste und Bindungsängsten verursachen können. So gesehen kann auch die Bewältigung einer Trennung möglichen zukünftigen Verlustängsten vorbauen.

Bindungsangst: Betroffene mit Bindungsangst haben auf der einen Seite Angst vor emotionaler Nähe, auf der anderen Seite wünschen Sie sich nichts sehnlicher als Nähe.
Sie scheuen sich davor, eine feste Beziehung einzugehen. Die Bindungsstörung ist sowohl Männern als auch Frauen verbreitet. Da sehr oft traumatische Erfahrungen aus der Kindheit (z.B. Vertrauensverlust, Missbrauch, ständiges Kritisieren bzw. Unberechenbarkeit der Eltern, Tod oder Alkoholsucht eines Elternteils, Scheidung der Eltern, Bevorzugung von Geschwistern …) oder vorangegangen Beziehungen ursächlich für die Bindungsangst ist, kann eine Therapie sehr oft dort ansetzen.

Verlustangst: Traumatische Erfahrungen in der Kindheit (z.B. wenn nach Scheidung der getrennt lebende Elternteil den Kontakt zu einem Kind abbricht) oder in vorangegangenen Beziehungen (z.B. Seitensprung des Ex Partners) können etwaige Ursachen einer Verlustangst sein. Verlustangst kann sehr oft auch zu Eifersucht führen, bei der Menschen Angst haben, dem Partner nicht zu genügen und dieser deshalb nach anderen attraktiveren Konkurrenten Ausschau hält.  In der Therapie wird deshalb viel Wert auf die Stärkung des Selbstwertgefühls aber auch auf eine Änderung des durch Verlustangst bedingten Verhaltens (z.B. Klammern oder Vernachlässigung eigener Bedürfnisse, um nicht verlassen zu werden) gelegt.

Trennungsbewältigung:  Gemäß den 4 Trennungsphasen ist auch die therapeutische Unterstützung auf die jeweilige Phase der Trennungsbewältigung abgestimmt. Entscheidend in der Therapie ist dabei, die Verhaltensweisen und Einstellungen, die eine Bewältigung verhindern, zu erkennen und dementsprechend zu verändern. Es ist auch zu berücksichtigen, dass Frauen und Männer eine Trennung unterschiedlich verarbeiten, was sich natürlich dann auch auf die Themen, Inhalte und Methoden der Therapie auswirkt.

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